Die Welt der
„Maharishi-Meditation“

Meditation & Mantras



Svami-ji, Maharishi und Tattvalababa


Maharishi über Mantras für Sanyasis (Mönche) und Haushälter

Hier ein Text aus dem so genannten „Beacon Light of Himalayas“ von 1955:

„Während ich auf diese Art und Weise einen Verweis auf die Mantras mache, habe ich das Gefühl einen sehr entscheidenden Aspekt des „Sadhana“ zu berühren, welcher in der gegenwärtigen Atmosphäre von zu viel Gerede über „Vedanta“, verschwommen erschien.

Offensichtlich genug gibt es zwei Möglichkeiten das Leben zu leben, einerseits in der Lebensweise eines Sanyasi und andererseits in der Lebensweise des Haushälters. Eines ist ganz im Gegensatz zum anderen. Ein Sanyasi verzichtet auf jede Sache dieser Welt, während ein Haushälter allen Möglichen bedarf und ansammelt. Shastras erklären beide Lebensstile als Wege der Befreiung. Beide seien die „Moksha-Marga" - Nivritti Marga und Pravritti Marga. Der eine realisiert durch Entsagung und Loslösung, während der andere durch Bejahung und Ansammlung all dessen, was zum physischen Leben benötigt wird, fortschreitet.

Wir haben zwei verschiedene Arten von Mantras für die zwei Wege des Lebens. Mantras für die Sanyasis haben unterstützende Auswirkungen für die Loslösung und Entsagung, und auch die Macht der Zerstörung der Objekte von weltlichen Neigungen, falls solche Objekte für ihn überleben sollten. Ganz im Gegensatz zu diesen, sind die Mantras, die für Haushälter geeignet sind, die in ihrer Wirksamkeit auch die materiellen Aspekte des Lebens harmonisieren und bereichern.

Die Mantras des Sanyasi haben eine zerstörerische Wirkung im materiellen Bereich des Lebens, während die Mantras der Haushälter auch konstruktive Werte beinhalten.

„Om" ist das Mantra für den Sanyasi. Der Sanyasi wiederholt „Om Om Om". Es wird ihm zum Zeitpunkt der „Sanyas-Diksha" gegeben, zu der Zeit in der er völlig auf die Verbundenheit mit der Welt verzichtet. Entsagung und Loslösung steigern sich mit der Wiederholung von „Om“. „Om“ wird von einem Sanyasi laut wiederholt, um seinen Wünschen ein Ende zu bereiten. Und wenn es einen tief verwurzelten Wunsch im Geiste des Sanyasi gibt, werden die Gesänge des „Om" das Objekt der Begierde zerstören, um den Sanyasi ganz wunschlos zu machen. Der Sanyasi erreicht Frieden durch den Verzicht und die Zerstörung der Wünsche, wohingegen der Frieden beim Haushälter einkehrt, wenn seine Bedürfnisse befriedigt werden und seine Wünsche erfüllt sind. Die Mantras für die Haushälter haben den Effekt der Erfüllung der Wünsche.

Wenn der Haushälter unglücklicherweise beginnt das Pranava Mantra zu wiederholen: „Om Om Om", dann erfährt er destruktive Wirkungen im materiellen Bereich seines Lebens. Die Wirkung beginnt mit finanziellen Verlusten und geht dann dahin über, ein Objekt der Zuneigung nach dem anderen zu zerstören. Wenn solch ein Mensch den Verlust von Geld und die Trennung von den Lieben feststellt, wird er vollkommen aufgelöst und frustriert sein. Wo ist die Chance für solch ein niedergeschlagenes Wesen sich spirituell zu entwickeln oder Frieden zu erfahren? Der Weg der Friedlosigkeit und des Elends in der Welt kann nicht zum ewigen Glücklichsein führen.

Wenn sich ein Mensch in die Richtung ewigen Glücklichseins fortbewegt, sollte er jeden Tag das Gefühl zunehmenden Friedens und Glücks empfinden; und das allein wird ihm versichern, dass er sich in Richtung andauernden Friedens und ewigen Glücks bewegt. Wenn man zu Fuß in Richtung des Lichts geht, sollte man die Zunahme des Lichtes bei jedem Schritt spüren. Wenn man einige Zeit in Hingabe zu Gott investiert, sollte man das Gefühl von Frieden und Glück im Leben haben. Wenn man nicht des Gefühl des Friedens und der Freude hat, sollte man klug genug sein, an der Richtigkeit seiner Hingabe zu zweifeln, sollte man klug genug sein, daran zu denken, dass seine Methode der Hingabe falsch ist, dass die Mantras die man wiederholt nicht für einen geeignet sind.

Die Mantras, die für die Sanyasis geeignet sind, können nie für die Haushälter geeignet sein. Hunderte von Gott-liebenden und Gottes-fürchtigen Familien wurden durch die destruktiven Wirkungen der Sanyasa Mantras wie „Om" zerstört. „Om" zerstört Wünsche und auch die Objekte der Wünsche, und deshalb produziert es Stille des Geistes und Entsagung und Loslösung von materiellem Leben nur für die Sanyasis, wenn sie „Om“ wiederholen; ihnen bringt es die Erfahrung des Friedens des Geistes und wegen dieser Erfahrungen empfehlen sie ihren Anhängern in der Regel „Om" zu singen.

Aber wenn ein Haushälter „Om“ wiederholt, erfährt er solange er „Om“ wiederholt inneren Frieden, aber wenn er sich in die Geschäfts- oder Hausarbeit begibt, bemerkt er, dass der Wind gegen seinen Willen und seine Systeme „bläst“. Der beruhigende Effekt auf den Geist und die destruktiven Wirkungen im materiellen Leben, werden beide nebeneinander erfahren. Manche Leute sagen, dass man das materielle Leben ignorieren sollte, zugunsten der Praktiken der Hingabe und der Mantras. Aber dies ist eine Narrenideologie. Warum sollte man das materielle Leben als unnötig betrachten, nur weil die Mantras es beeinträchtigen? Wählt einen Pfad, der Euch im materiellen Leben auch glücklich macht. Lebt nicht in einem Paradies für Narren. Glaubt nicht, dass  Leid und Elend von heute Euch einen Platz in den Galerien des Himmels für morgen reservieren. Seid friedlich und glücklich in der Gegenwart und versucht, diesen Zustand dauerhaft zu machen.

Dies ist der Weg der Befreiung im Leben, „Jivan-Mukti“, der erhabenste Zustand in der menschlichen Existenz, der Zustand des andauernden Friedens und der ewigen Glückseligkeit. Und dafür ist jeder berechtigt, durch richtiges und passendes Sadhana. Und weil die Mantras eine wichtige Rolle im Bereich des Sadhana spielen, müsst Ihr sehr, sehr vorsichtig bei der Auswahl der Mantras sein. Die Theorie des Mantras ist die Theorie des Klangs. Es ist im höchsten Grade wissenschaftlich und natürlich.

Frauen sollten niemals ein Mantra wiederholen, welches mit „Om“ beginnt. Die Aussprache von „Om“ ist wie Feuer für die Damen. Dies ist die praktische Erfahrung von vielen devoten Damen, die „Om Namah Shivaya" oder „Om Namonarayanaya" oder „Om Namo Bhagwate Vasudevaya“ oder solche Mantras die mit „Om“ beginnen, wiederholt haben. Es kann nicht Gottes Wunsch sein, dass Ihr in Eurer Hingabe an „Ihn“ leidet. Klammert Euch nicht an unhilfreiche Mantras. In dem Moment, wo Ihr herausfindet, dass Ihr im falschen Zug sitzt, ist es ratsam, so bald wie möglich auszusteigen. Es ist dumm am falschen Zug festzuhalten, egal, wo er einen hinführt.
Ich meine, dass die Anhänger des Allmächtigen Gottes nicht leiden sollten. Das ist die grundlegende Voraussetzung für den Weg zur ewigen Glückseligkeit.

Ich meine, dass Glück oder Glückseligkeit bei jedem Schritt zunehmen sollten, bis man in das Reich des ewigen Glücks gelangt. Ich meine, dass die Devotes Gottes Frieden und Glück in jeder Phase ihres Lebens genießen sollten, denn „Er“ ist der Urquell allen Friedens und Glücks. Es kann nicht sein, dass unser Marsch in Richtung des Lichts, in jedem Stadium eine Zunahme der Dunkelheit vor uns erzeugt. Der Marsch zum „Anant Anandam“ muss die Erfahrungen der Zunahme von „Anandam“ bei jedem Schritt und in jedem Bereich des Lebens erzeugen.

Die Devotes des Allmächtigen können nicht leiden. Wenn sie leiden, kann man nicht sagen, dass sie Devotes von Gott sind. Es schmerzt mich, wenn ich Menschen sehe, die im Namen Gottes und in ihrer Hingabe leiden. Ich biete solchen Aspiranten und Suchern Gottes eine offene Einladung an. Ich lade sie ein, aus ihrer unerfüllenden Hingabe herauszukommen, und in die friedlichen, glückseligen Gefilde des „Sadhana“ voranzuschreiten, welche durch das göttliche Licht von Shri Guru Deva gesegnet sind.

Ich lade sie ein, ihrem Leiden ein Ende zu bereiten und ihr tägliches Leben mit Erfolg, Frieden und Freude zu krönen. Verschwendet keine Zeit und kein weiteres Leben. Das Leben ist dazu da, genossen zu werden. Kommt in den Bereich der Lebensfreude. Die Tore aller Herrlichkeit des Lebens stehen Euch offen. „Macht Heu, wenn die Sonne scheint". Nutzt diese Chance und genießt das Leben in vollen Zügen.“
- Maharishi




„Om-Symbol“


Die auflösende Wirkung des Mantras „Om“ entsteht nicht nur, wenn man es ausspricht oder denkt, sondern auch, wenn man das „Om-Symbol“ im Sanskrit-Schriftbild mit irgend etwas in Verbindung bringt.
Wenn man z.B. das Om-Symbol an seinem Haus oder in seiner Wohnung irgendwie platziert hat, entsteht die oben genannte Wirkung auf die Bewohner dieses Hauses oder dieser Wohnung.

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